1928 Ers­te katho­li­sche Pfad­fin­der­grup­pen grün­den sich in Wup­per­tal, Beu­then, Mün­chen, Ber­lin, Frank­furt a.M. und Speyer
1929 Alten­berg, 7. Okto­ber: Die Stäm­me schlie­ßen sich zur Deut­schen Pfad­fin­der­schaft Sankt Georg (DPSG) zusam­men. Sie wer­den in den katho­li­schen Jung­män­ner­ver­band (spä­ter BDKJ) auf­ge­nom­men. Aus den anfangs 800 Mit­glie­dern wer­den in den 30er Jah­ren 9.000. Die DPSG ver­bin­det die Gedan­ken der Pfad­fin­der­be­we­gung mit denen der katho­li­schen Jugend­be­we­gung und betont gleich­zei­tig Ein­fach­heit, Natur­ver­bun­den­heit, Wahr­haf­tig­keit sowie die Frei­heit jugend­li­cher Gestal­tungs­kraft. Außer­dem bezieht die DPSG Erwach­se­ne in die Arbeit ein und nimmt von Beginn an Mit­glie­der aus allen sozia­len Schich­ten auf. Die Bun­des­kanz­lei ent­steht in Wuppertal-Elberfeld.

 

1930 Altenberg/​ DV Köln Das 1. Bun­dest­hing (spä­ter Bun­des­ver­samm­lung) ver­sam­melt sich in Altenberg/​Diözese Köln. Die Kluft, das Pfad­fin­der­ge­setz, das bis 1971 in die­ser Form gül­tig bleibt und eine vor­läu­fi­ge Bun­des­ord­nung wer­den beschlossen.

 

1931 Leu­tes­dorf am Rhein/​ DV Trier Das 2. Bun­dest­hing fin­det in Leu­tes­dorf am Rhein bei Schönstatt/​Diözese Trier statt. Die DPSG wird in den Katho­li­schen Jung­män­ner­ver­band aufgenommen.

 

1932 Über­all in Deutsch­land ent­ste­hen neue Pfad­fin­der­stäm­me. Die Bun­des­kanz­lei zieht nach Düsseldorf.

 

1933 Altenberg/​DV Köln In Altenberg/​Diözese Köln fin­det das 3. Bun­dest­hing statt. Wal­ter Casott (†1992) wird Reichs­feld­meis­ter. Die DPSG zählt in 310 Stäm­men rund 9000 Mitglieder.

 

1934 Das Tra­gen von Kluft, Abzei­chen und Ban­nern sowie die Durch­füh­rung öffent­li­cher Ver­an­stal­tun­gen wer­den durch die Natio­nal­so­zia­lis­ten ver­bo­ten. Par­al­lel ent­ste­hen den­noch wei­te­re DPSG-Stämme.

 

1935 Altenberg/​ DV Köln Das 4. Bun­dest­hing fin­det in Altenberg/​Diözese Köln statt. Der Druck auf die Mit­glie­der des Ver­ban­des nimmt zu, es kommt zu schwe­ren Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit der Hit­ler­ju­gend. Trotz­dem gibt es immer wie­der Zei­chen der Eigen­stän­dig­keit - wie die Rom­wall­fahrt zu Ostern mit 200 Georgs­pfad­fin­dern. Auf der Rück­fahrt beschlag­nahmt die Gesta­po Kluft, Ban­ner, Gitar­ren, Zel­te usw. Die DPSG hat 16.000 Mit­glie­der, 457 Stämme.

 

1936 Kaplan Rein­hardt Angen­endt (†1987) wird Reichs­ku­rat. Der Druck des NS-Regimes nimmt zu. Die Frei­heit der Grup­pen wird stark ein­ge­schränkt. Die Georgs­pfad­fin­der brau­chen viel Mut, wenn sie sich in der Öffent­lich­keit jetzt noch zu ihrem Ver­band beken­nen, so dass die Schar derer, die offen Mit­glie­der der DPSG blei­ben, klei­ner wird.

Die DPSG ver­an­stal­tet eine Bun­des­fahrt nach Finn­land. Die Lan­des­pfad­fin­der­schaf­ten Müns­ter, Pader­born und Trier wer­den zwangs­wei­se durch die Gesta­po aufgelöst.

1937/1938 Altenberg/​ DV Köln Das 5. Bun­dest­hing fin­det in Altenberg/​Diözese Köln statt. Der Katho­li­scher Jung­män­ner­ver­band und die Deut­sche Pfad­fin­der­schaft Sankt Georg wer­den auf­ge­löst und ver­bo­ten. Vie­le Grup­pen arbei­ten als „Gemein­schaft Sankt Georg“ in der Ille­ga­li­tät wei­ter. Man­che wagen sogar den Kon­takt zu aus­län­di­schen Pfad­fin­dern und legen auf die­se Wei­se den Grund­stein für spä­te­re Verständigung.

 

1939-1945 2. Welt­krieg
1945  

In vie­len Orten grün­den sich wie­der Pfad­fin­der­grup­pen, oft auf Initia­ti­ve von Kriegs-Heimkehrern.

 

1946 Altenberg/​ DV Köln Ver­tre­ter der Grup­pen der „Gemein­schaft St. Georg“ aus Aachen, Köln, Müns­ter, Pader­born und Trier tref­fen sich auf Initia­ti­ve von Hans Fischer und leis­ten den „Schwur zum Auf­bau“ der DPSG. Anschlie­ßend beschließt das 6. Bun­dest­hing in Altenberg/​Diözese Köln eine Bun­des­ord­nung, Hans Fischer (†1975) wird Bun­des­feld­meis­ter. Ein ers­ter Bun­des­kurs für Feld­meis­ter fin­det in Alten­berg statt.
1947 Altenberg/​ DV Köln Die DPSG ist Mit­be­grün­der des Bun­des der Deut­schen Katho­li­schen Jugend (BDKJ) in Har­de­hau­sen. In Altenberg/​Diözese Köln fin­det das 7.Bundesthing statt. Das Bun­des­amt wird nach Kre­feld ver­legt. Die DPSG schließt mit der Christ­li­chen Pfad­fin­der­schaft Deutsch­lands (CPD) eine »Arbeits­ge­mein­schaft deut­scher Pfad­fin­der­be­stre­bun­gen«. Ers­te inter­na­tio­na­le Kon­tak­te. Die DPSG zählt 282 Pfad­fin­der­stäm­me mit 10.000 Mit­glie­dern. Die Stäm­me wer­den wie­der in Gaue und Lan­des­pfad­fin­der­schaf­ten zusammengefasst.

 

1948 Ingolstadt/​ DV Eichstätt Auf dem 8. Bun­dest­hing in Ingolstadt/​DV Eich­stätt wird Kaplan Wil­li Wer­ner (†1961) zum Bun­des­ku­rat gewählt. Es gibt 17 Landespfadfinderschaften.

 

 

1949 Marienstatt/​ DV Limburg In der Abtei Marienstatt/​Diözese Lim­burg fin­det das 9.Bundesthing statt. Eine neue Struk­tur wird beschlos­sen, eben­so die Kluft. Frau­en wer­den als Wöl­f­lings­füh­re­rin­nen („Ake­la“) in der DPSG zugelassen.

Die DPSG grün­det mit der Christ­li­chen Pfad­fin­der­schaft Deutsch­lands (CPD) und dem Bund Deut­scher Pfad­fin­der (BDP) den Ring deut­scher Pfad­fin­der­bün­de. Die­ser wie­der­um ist Mit­be­grün­der des Deut­schen Bun­des­ju­gend­rin­ges (DBJR).

Das Rüst­haus Sankt Georg ent­steht in Kre­feld und der Georgs-Ver­lag in Augs­burg. Die Hand­bü­cher »Der Georgs­pfad­fin­der« für Füh­rungs­kräf­te und ein Kura­ten­hand­buch erschei­nen, außer­dem die Zeit­schrift »Die gro­ße Fahrt« für Mit­glie­der, der »Georgs­pfad­fin­der« für Führungskräfte.

Die ers­ten Hoch­schul­run­den wer­den von stu­die­ren­den Pfad­fin­dern gegrün­det. Die DPSG hat vier Jah­re nach Kriegs­en­de 20.500 Mitglieder.

 

1950 Speyer/​ DV Speyer Das 10. Bun­dest­hing ver­sam­melt sich in Speyer/​Diözese Spey­er. Die Bun­des­füh­run­gen der Scouts de Fran­ce und der DPSG tref­fen sich erst­ma­lig. Der Ring deut­scher Pfad­fin­der­bün­de wird Mit­glied der Welt­pfad­fin­der­or­ga­ni­sa­ti­on (WOSM). 1.000 Georgs­pfad­fin­der neh­men an einer Pil­ger­fahrt der DPSG nach Rom teil. Auf die­se zwei­te Rom­wall­fahrt (nach 1935) neh­men sie ein Holz­kreuz mit.

 

1951 Gemen/​ DV Münster Auf der Burg Gemen/​Diözese Müns­ter fin­det das 11. Bun­dest­hing statt. Zum ers­ten Mal nimmt ein Deut­sches Kon­tin­gent am Jam­bo­ree und an der Inter­na­tio­na­len Pfad­fin­der­kon­fe­renz teil. Der Rechts­trä­ger »Bun­des­amt Sankt Georg e.V.« wird gegrün­det. Die DPSG hat 32.000 Mit­glie­der. Ers­te Wood­badge-Ernen­nun­gen wer­den in der DPSG ausgesprochen.

 

1952 Wies/​ DV Augsburg Das 12. Bun­dest­hing in der Wies/​Diözese Augs­burg beschließt eine neue Bun­des­ord­nung und das Bun­des­sta­tut (die heu­ti­ge Satzung).

Die Her­aus­ga­be der Zeit­schrif­ten für die Wöl­f­lin­ge »Das gro­ße Spiel« und für die Georgs­rit­ter »Das gro­ße Leben« beginnt. Die DPSG umfasst 39.000 Mitglieder.

 

1953 Schönstatt/​ DV Trier In Schönstatt /​Diözese Trier fin­det das 13.Bundesthing statt und wählt Pater Micha­el Nord­hau­sen OFM (†2003) zum Bun­des­ku­ra­ten. Georgs­rit­ter neh­men am Welt- Rover­moot in Kandersteg/​Schweiz teil.

 

1954 Altenberg/​ DV Köln Das Bun­des­amt zieht in das neu gebau­te Jugend­haus Düs­sel­dorf. Auf dem 14. Bun­dest­hing in Altenberg/​Diözese Köln wird der Wett­kampf um den Georgs­schild ein­ge­führt. Die Inter­na­tio­na­le Kon­fe­renz des Katho­li­schen Pfad­fin­der­tums tagt in Alten­berg. Die DPSG zählt 51.000 Mitglieder.
1955 Burg Feuerstein/​ DV Bamberg Das 15. Bun­dest­hing tagt auf der Burg Feuerstein/​Diözese Bam­berg. Der ers­te, eige­ne Wood­bad­ge­kurs in der DPSG fin­det statt. An deut­schen Hoch­schu­len wer­den Rit­ter­run­den gegründet.
1956 Neresheim/​ DV Rottenburg In Neresheim/​Diözese Rot­ten­burg fin­det das 16.Bundesthing statt. Der Zelt­la­ger­platz »Kirsch­baum« wird in Wes­ter­no­he gepach­tet, wäh­rend ers­te Grund­stü­cke für den Zelt­la­ger­platz »Alten­berg« gekauft werden.

Ein Sozi­al­werk der Georgs­rit­ter (heu­te Rover) wird gegrün­det, die­se wer­den auf­ge­ru­fen, monat­lich einen Stun­den­lohn zur Errich­tung eines Behin­der­ten­zen­trums zu spen­den: In Wes­ter­no­he im Wes­ter­wald ent­steht in vie­len Stun­den Eigen­ar­beit ein Zelt­la­ger­platz und ein Feri­en­heim für behin­der­te Men­schen - das heu­ti­ge Bun­des­zen­trum der DPSG. Auf dem Gelän­de in Wes­ter­no­he fin­den ers­te Bun­des­kur­se für Feld­meis­ter statt.

 

1957 Hardesheim/​DV Paderborn Das 17. Bun­dest­hing in Hardehausen/​Diözese Pader­born beschließt die Ein­füh­rung einer neu­en Kluft und ändert damit die Kluft­far­be von grün zu sand­far­ben. 1.100 Georgs­pfad­fin­der neh­men am Jubi­lä­ums-Jam­bo­ree in Eng­land teil. Die Mit­glie­der­zahl der DPSG steigt auf 62.000.
1958 Berlin/​ DV Berlin Das 18. Bun­dest­hing ver­sam­melt sich in Berlin/​Diözese Ber­lin. Eine ers­te Zelt­frei­zeit für Jun­gen mit Kör­per­be­hin­de­run­gen fin­det in Wes­ter­no­he statt.
1959 Werdenfels/​ DV Regensburg In Haus Werdenfels/​Diözese Regens­burg fin­det das 19.Bundesthing statt. Am zwei­ten Bun­des­fest des Bun­des der Deut­schen Katho­li­schen Jugend (BDKJ) in Stutt­gart neh­men 2.000 Georgs­pfad­fin­der teil. Mit dem Bau des »Trupp­hau­ses« und dem Aus­bau des »Jagd­hau­ses « in Wes­ter­no­he wird begon­nen. Die DPSG zählt 66.000 Mit­glie­der in 1.731 Stämmen.
1960 Aachen/​DV Aachen Beim 20. Bun­dest­hing in Aachen/​Diözese Aachen wird Dr. Fried­rich Kro­nen­berg als Nach­fol­ger von Hans Fischer als Bun­des­feld­meis­ter gewählt. Die ers­te Kon­fe­renz der euro­päi­schen Pfad­fin­der­bün­de fin­det in Alten­berg statt. Der ers­te Bau­ab­schnitt des Erho­lungs­heims (heu­ti­ges »Hans Fischer Haus«) wird umgesetzt.
1961 Bad Griesbach/​ DV Freiburg Das 21. Bun­dest­hing in Bad Griesbach/​Diözese Frei­burg beschließt eine neue Alters­struk­tur und damit die Ein­füh­rung der Jung­pfad­fin­der­stu­fe (11 bis 13 Jah­re alte Jun­gen) sowie die Umbe­nen­nung der »Rit­ter« in »Rover«. Außer­dem wird eine Ord­nung der Hoch­schul­ge­mein­schaft und der Rover beschlos­sen. Die Zeit­schrift für die Eltern »Weg und Tat« wird herausgegeben.

Die Bun­des­füh­rung ruft zur Akti­on 61 »Flin­ke Hän­de, flin­ke Füße schaf­fen ein Werk für kör­per­be­hin­der­te Jugend­li­che« für den Aus­bau des Sozi­al­wer­kes Wes­ter­no­he auf. Die Jah­res­ak­tio­nen mit wech­seln­den Schwer­punk­ten sind bis heu­te wich­ti­ger Bestand­teil der Arbeit der DPSG. Die DPSG hat 69.900 Mitglieder.

1962 Osnabrück/​ DV Osnabrück Auf dem 22.Bundesthing in Osnabrück/​Diözese Osna­brück wird beschlos­sen, dass die Akti­on »Flin­ke Hän­de flin­ke Füße« künf­tig jähr­lich durch­ge­führt wer­den soll. 1961 und 1962 hat die Akti­on für das Sozi­al­werk in Wes­ter­no­he 267.000 DM erbracht. Zum Bun­des­ku­rat wird P. Beda Emunds OSB (†1991) gewählt. Rund 550 Rover und Lei­ter zie­hen bei der drit­ten Rom­wall­fahrt in den Peters­dom ein.
1963 Würzburg/​ DV Würzburg Auf dem 23. Bun­dest­hing in Würzburg/​Diözese Würz­burg wird zum neu­en Bun­des­ku­ra­ten Pater Rüdi­ger Ort­mey­er OP (†1994) gewählt. Mit­glie­der der DPSG neh­men am Kon­gress der katho­li­schen Pfad­fin­der­kon­fe­renz in Frank­reich und am 11. Welt­jam­bo­ree in Marathon/​ Grie­chen­land teil. Die DPSG und die „Scouts de Fran­ce“ sind Mit­be­grün­der des Deutsch-Fran­zö­si­schen Jugend­wer­kes (DFJW). Die Akti­on 63 »Flin­ke Hän­de flin­ke Füße …schaf­fen für jun­ge Men­schen in Afri­ka« erbringt 168.000 DM. Die DPSG hat 72.500 Mit­glie­der in 1.638 Stämmen.
1964 Passau/​ DV Passau Das 24. Bun­dest­hing in Passau/​Diözese Pas­sau befasst sich mit Refor­men der Pfad­fin­der­päd­ago­gik: Unter­neh­mens­me­tho­de. Das Erho­lungs­heim für Jugend­li­che mit Behin­de­rung und die zen­tra­le Schu­lungs­stät­te der DPSG in Wes­ter­no­he mit Kapel­le und Schwimm­bad wird ein­ge­weiht. An deutsch-fran­zö­si­schen Begeg­nun­gen neh­men 2.300 Mit­glie­der der DPSG und 2.200 der Scouts de Fran­ce teil. Die Jah­res­ak­ti­on »…schaf­fen Zelt­plät­ze für die Jugend« erbringt 105.000 DM. Der letz­te Wett­kampf um den Georgs­schild fin­det statt.
1965 Münster/​

DV Müns­ter

Das 25. Bun­dest­hing in Münster/​Diözese Müns­ter fasst weit­rei­chen­de Beschlüs­se: ins­be­son­de­re wird der Pfad­fin­der­hut abge­schafft und die Ein­füh­rung der neu­en Lilie beschlos­sen. Zum neu­en Bun­des­feld­meis­ter wird Har­ry Ney­er (†2017) gewählt. Der ers­te Füh­rer­kon­gress »Wei­te Hori­zon­te« in Wes­ter­no­he fin­det mit über 600 Teil­neh­mern statt. Die Jah­res­ak­ti­on »Flin­ke Hän­de flin­ke Füße schaf­fen für jun­ge Men­schen in Süd­ame­ri­ka « erbringt 164.000 DM. Die DPSG hat 73.000 Mitglieder.

 

1966 Bullay/​ DV Trier Auf der Mari­en­burg, Bull­ay / Diö­ze­se Trier fin­det das 26. Bun­dest­hing statt. Das neue Lili­en­ban­ner wird ein­ge­führt. In Koblenz kommt die Inter­na­tio­na­le Kon­fe­renz des katho­li­schen Pfad­fin­der­tums zusam­men. Ergeb­nis der Jah­res­ak­ti­on 66 »… schaf­fen Bil­dungs­stät­ten für die Jugend«: 92.000 DM. Die Mit­glie­der­zahl der DPSG geht erst­mals gering­fü­gig zurück. Die Welt­pfad­fin­der­be­we­gung fei­ert 60jähriges Jubiläum.

 

Seifrieds­berg, Sonthofen/​ DV Augsburg Das 27. Bun­dest­hing auf dem Seifriedsberg/​Sonthofen/​Diözese Augs­burg beschließt eine neue Alters­struk­tur und die Ein­füh­rung der eigen­stän­di­gen Jung­pfad­fin­der­stu­fe. Erst­mals wird die Jah­res­ak­ti­on »Flin­ke Hän­de, flin­ke Füße« gemein­sam von der Pfad­fin­de­rin­nen­schaft Sankt Georg (PSG) und der DPSG durch­ge­führt. Das Ergeb­nis der Jah­res­ak­ti­on »…schaf­fen für kör­per­be­hin­der­te Jugend­li­che« beträgt 198.000 DM. In der „Team“-Reihe beginnt die Beschrei­bung der Stu­fen­me­tho­den. Die Mit­glie­der­zahl liegt bei 72.000.

 

1967 Woldenberg/​ DV Hildesheim Das 28. Bun­dest­hing fin­det auf dem Wohl­den­berg, Hildesheim/​Diözese Hil­des­heim statt. In Wes­ter­no­he fin­det der Kon­gress »Expan­si­on« statt. Die DPSG hat den 100. Wood­badge-Kurs durch­ge­führt. Die Akti­on »Flin­ke Hän­de flin­ke Füße, schaf­fen für kran­ke Men­schen in aller Welt« erbringt 226.000 DM. Die Mit­glie­der­zahl sinkt leicht auf 71.000.

 

1969 Rot /DV Rottenburg Auf dem 29. Bun­dest­hing in Rot an der Rot/​Diözese Rot­ten­burg wird die Sat­zung des Ver­ban­des mit den neu­en Bezeich­nun­gen (Bun­des­ver­samm­lung, Vor­sit­zen­der, Lei­ter usw.) ver­ab­schie­det. Jah­res­ak­ti­on »… hel­fen Kin­dern in Not« für Kin­der­dör­fer erbringt 170.000 DM. Außer­dem wird eine päd­ago­gi­sche Dis­kus­si­on ange­sto­ßen, die in der Neu­fas­sung der Ord­nung des Ver­ban­des mün­det. Die DPSG hat 70.200 Mitglieder.

 

1970 Kettwig/​ DV Essen Auf der 30. Bun­des­ver­samm­lung in Kettwig/​Diözese Essen wird P. Mar­cel Bir­ner OP Bun­des­ku­rat, ers­ter stell­ver­tre­ten­der Bun­des­vor­sit­zen­der wird Gut­bert Klug. Die Jah­res­ak­ti­on »Flin­ke Hän­de flin­ke Füße, hel­fen jun­gen Leu­ten in Über­see« erbringt 152.000 DM. Die DPSG zählt 72.000 Mitglieder.
1971 Hirschberg/​ DV Eichstätt In Hirschberg/​Diözese Eich­stätt wird auf der 31. Bun­des­ver­samm­lung die Ord­nung des Ver­ban­des (1. Teil) ver­ab­schie­det. Nun kön­nen auch Mäd­chen Mit­glie­der der DPSG wer­den. Dio­nys Zink wird neu­er Bun­des­vor­sit­zen­der. Die außer­or­dent­li­che 32. Bun­des­ver­samm­lung in Haltern/​Diözese Müns­ter ver­ab­schie­det den 2. Teil der Ord­nung des Ver­ban­des. Die Jah­res­ak­ti­on »… hel­fen behin­der­ten jun­gen Leu­ten« erbringt 230.000 DM. Die „Freun­de und För­de­rer der DPSG“ wer­den in Düs­sel­dorf gegründet.

Das Pfad­fin­der­ge­setz von 1930 wird ersetzt und wei­ter­ge­führt durch die “Grund­li­ni­en unse­rer Lebens­auf­fas­sung”: Leben in Hoff­nung, Leben in Frei­heit, Leben in Wahr­heit, Leben in täti­ger Soli­da­ri­tät. Inhalt­lich ori­en­tiert sich die DPSG weg vom Wald­läu­fer­tum hin zu einer Grup­pen­päd­ago­gik, in der Koope­ra­ti­on und Ver­ant­wor­tung durch Erfah­rung und Erle­ben gelernt wer­den sol­len. Sie schwenkt so auf einen Weg ein, der direkt auf die Vor­stel­lun­gen Baden-Powells zurück­geht. Die Mit­glie­der­ent­wick­lung der DPSG ist wie­der stei­gend: 73.000.

1972 Kirchähr/​ DV Limburg Die 33. Bun­des­ver­samm­lung in Kirchähr/​Diözese Lim­burg schließt die Ent­wick­lung der Neu­kon­zep­ti­on von Bun­des­kur­sen ab. Mit­glie­der der DPSG neh­men gemein­sam mit den „Scouts de Fran­ce“ an einem Ent­wick­lungs­pro­jekt in Ober­vol­ta teil. Die Jah­res­ak­ti­on »Flin­ke Hän­de flin­ke Füße hel­fen Ali, Gino und Rosi­ta« für Jugend­ar­beit mit Kin­dern aus­län­di­scher Arbeit­neh­mer bringt 89.000 DM ein. Mit dem Bau der Mehr­zweck­hal­le und des Behand­lungs­zen­trums (heu­te »Haus unterm Kis­sel«) in Wes­ter­no­he wird begon­nen. Die Mit­glie­der­zahl steigt auf 78.000.

 

1973 Schwerte/​ DV Paderborn In Schwerte/​Diözese Pader­born fin­det die 34. Bun­des­ver­samm­lung statt: Die Dis­kus­si­on des The­mas Glau­bens­er­zie­hung führt zur Erstel­lung des Kon­zep­tes »Jugend­pas­to­ral in der DPSG« (1974). Die Bun­des­lei­tung beginnt, die Ele­men­te-Rei­he her­aus­zu­ge­ben. Die Jah­res­ak­ti­on »…mehr Grup­pen­lei­ter, bes­se­re Aus­bil­dung, grö­ße­re Sym­pa­thie« für Öffent­lich­keits­ar­beit und Aus­bil­dung von Lei­tern und Lei­te­rin­nen erbringt 110.000 DM. Die DPSG umfasst 80.000 Mitglieder.
1974 Bonn- Venusberg/​

DV Köln

Die 35. Bun­des­ver­samm­lung befasst sich in Bonn-Venus­ber­g/­Diö­ze­se Köln mit dem Stu­di­en­the­ma »Poli­ti­sches Ler­nen«. Der Kon­gress »Stra­ße« der Pfad­fin­der­stu­fe und das Lager »Euro­blitz « mit 800 Jung­pfad­fin­de­rin­nen und Jung­pfad­fin­dern fin­den in Wes­ter­no­he statt. 120 Mit­glie­der der DPSG bau­en wäh­rend einer inter­na­tio­na­len Jugend­be­geg­nung in Daho­mey mit an einem Schü­ler­wohn­heim. Die Akti­on »Flin­ke Hän­de flin­ke Füße, schaf­fen für jun­ge Leu­te in Afri­ka« erwirt­schaf­tet 627.000 DM. Die Son­der­ak­ti­on »Hun­ger­hil­fe Afri­ka« (anläss­lich der Hun­gers­not in der Sahel­zo­ne) erbringt 394.000 DM.
1975 Burg Feuerstein/​ DV Bamberg Die 36. Bun­des­ver­samm­lung auf Burg Feuerstein/​Diözese Bam­berg legt die Alters­gren­zen der Stu­fen neu fest und berät im Stu­di­en­teil zu »Sexu­al­erzie­hung in der DPSG«. Das Kon­zept »Ent­wick­lungs­po­li­ti­sches Enga­ge­ment der DPSG und PSG (Pfad­fin­de­rin­nen­schaft Sankt Georg)« wird fer­tig­ge­stellt. Am Jam­bo­ree in Nor­we­gen neh­men 600 Mit­glie­der der DPSG teil. Im Som­mer stirbt Hans Fischer in Wes­ter­no­he, wo er auch beer­digt ist. Sein Grab­stein befin­det sich heu­te neben der Kapel­le auf dem Alten­berg. Die Jah­res­ak­ti­on 1975 wird für Behin­der­ten­ar­beit durch­ge­führt und erbringt 278.000 DM. Die DPSG zählt 85.000 Mitglieder.
1976 Freising/​ DV Mün­chen und Freising Auf der 37. Bun­des­ver­samm­lung in Freising/​Diözese Mün­chen und Frei­sing wird das Kon­zept zur poli­ti­schen Bil­dung beschlos­sen. Ans­gar Koschel (†2007) wird Bun­des­vor­sit­zen­der, Peter Blee­ser Bun­des­ku­rat, Josef Nie­haus stell­ver­tre­ten­der Bun­des­vor­sit­zen­der. Die Jah­res­ak­ti­on wird wie­der­um für die Behin­der­ten­ar­beit durch­ge­führt »Wir schaf­fen Begeg­nung mit Behin­der­ten« und erbringt 219.000 DM. Im Bun­des­amt wird eine Doku­men­ta­ti­ons­stel­le ein­ge­rich­tet, die durch die Freun­de und För­de­rer unter­stützt und bis 1995 durch Hil­de­gard Fischer (†2009) betreut wird.
1977 Berlin/​DV  Berlin Die 38. Bun­des­ver­samm­lung in Berlin/​Diözese Ber­lin beschließt, weder zum Jam­bo­ree 1979 in den Iran, noch zu den Welt­ju­gend­fest­spie­len nach Kuba zu fah­ren, weil sie sich »nicht an der Auf­wer­tung von Staats­sys­te­men betei­li­gen will, die den Grund­li­ni­en der Lebens­auf­fas­sung des Ver­ban­des wider­spre­chen«. Wäh­rend der Pfingst­ta­ge fin­det das »Fes­ti­val der fünf Sin­ne« in Wes­ter­no­he statt. Die Zusam­men­ar­beit zwi­schen der DPSG und den Scouts de Fran­ce (SdF) wird wei­ter inten­si­viert. Es wird begon­nen jeweils einen haupt­be­ruf­li­chen Refe­ren­ten bzw. eine haupt­be­ruf­li­che Refe­ren­tin zwi­schen den Ver­bän­den aus­zu­tau­schen. Die Jah­res­ak­ti­on für jun­ge Leu­te in Afri­ka erbringt 206.000 DM.
1978 Windberg/​ DV Regensburg In Windberg/​Diözese Regens­burg fin­det die 39. Bun­des­ver­samm­lung statt. Das Stu­di­en­the­ma ist »Ler­nen aus Erfah­rung«; die Ord­nung des Ver­ban­des wird um den Aspekt der Koedu­ka­ti­on ergänzt. Die Jah­res­ak­ti­on für jun­ge Ausländer/​innen erbringt 135.000 DM. Der Ver­band erreicht die Mit­glie­der­zahl 100.000.
1079 Altenberg/​ DV Köln Das Jubi­lä­ums­jahr der DPSG steht unter dem Leit­wort: »Pfad­fin­der. Ein ande­rer Weg«. Am Grün­dungs­ort des Ver­ban­des, in Altenberg/​Diözese Köln, fin­det die 40. Bun­des­ver­samm­lung und im Herbst der »Geburts­tag « der DPSG statt. Zum Jubi­lä­ums­jahr gibt es viel­fäl­ti­ge Akti­vi­tä­ten auf Stam­mes-, Bezirks-, Diö­ze­san- und Bun­des­ebe­ne, z. B. den inter­na­tio­na­len »Som­mer der Begeg­nung« in Wes­ter­no­he. Die Jah­res­ak­ti­on »…damit wir Platz haben« zuguns­ten des Aus­baus von Wes­ter­no­he und ver­schie­de­ner Diö­ze­san­zen­tren erbringt 107.000 DM. In der Rover­stu­fe fin­det das »Tref­fen zum Auf­bruch« mit 1.600 Teil­neh­men­den statt.
1980 Neu­stadt- Weinstraße/​ DV Speyer Der Schwer­punkt der 41. Bun­des­ver­samm­lung in Neu­stadt-Wein­stra­ße/­Diö­ze­se Spey­er ist der »Stamm«. Anträ­ge zur Frie­dens­er­zie­hung in der DPSG wer­den beschlos­sen. Die Jah­res­ak­ti­on steht unter dem Mot­to: »Ihr Weg, unse­re Ver­ant­wor­tung « und dient der Unter­stüt­zung der Ent­wick­lungs­ar­beit des Pfad­fin­der­ver­band Rwand­as, sie erbringt 503.000 DM. Ver­ant­wort­li­che aus der DPSG star­ten für vier Wochen zum Unter­neh­men Rwan­da. Die Son­der­ak­ti­on »Erd­be­ben­hil­fe Ita­li­en « erbringt 576.000 DM.
1981 Goslar/​ DV Hildesheim Die 42. Bun­des­ver­samm­lung in Goslar/​Diözese Hil­des­heim setzt sich mit dem The­ma »Kir­che vor Ort – Trä­ger der Hoff­nung« aus­ein­an­der. Die DPSG will ange­regt durch den Syn­oden­be­schlus­ses »Unse­re Hoff­nung« und durch Bei­spie­le christ­li­cher Basis­ge­mein­schaf­ten dazu bei­tra­gen, dass Kir­che Hoff­nung macht. Der Ein­satz für Frie­den und Gerech­tig­keit wird als Schwer­punkt aus­ge­ar­bei­tet. Albert Fast­ner wird neu­er stell­ver­tre­ten­der Bun­des­vor­sit­zen­der. Im Erd­be­ben­ge­biet Süd­ita­li­ens fin­det ein Arbeits­ein­satz statt, in Wes­ter­no­he das Euro­folk. Außer­dem wird dort das von Rover­run­den gebau­te »Thea­ter am Gall­püsch« eröff­net. Die Jah­res­ak­ti­on »Behin­der­te machen mit« erbringt 241.000 DM. Die DPSG zählt 107.500 Mitglieder.
1982 Aachen/​

DV Aachen

Der Stu­di­en­teil der 43.Bundesversammlung in Aachen/​Diözese Aachen steht unter dem The­ma »Auf­bruch zum Frie­den – Umkehr zur Gerech­tig­keit«. Zum ers­ten Mal tagen die Bun­des­ver­samm­lun­gen von PSG und DPSG an einem Ort. Bei­de Bun­des­ver­samm­lun­gen beschlie­ßen, dass »PSG und DPSG zu einem neu­en, bes­se­ren Mit­ein­an­der von Mann und Frau bei­tra­gen« wol­len und des­halb dar­auf hin­ar­bei­ten, »dass ein Zusam­men­schluss bei­der Ver­bän­de mög­lich wird«. Anton Mark­mil­ler wird neu­er Bun­des­vor­sit­zen­der, Heinz Kuß­mann neu­er Bun­des­ku­rat. Die Jah­res­ak­ti­on »Frie­den und Gerech­tig­keit mit jun­gen Aus­län­dern« erbringt 238.000 DM.
1983 Reichenau/​ DV Freiburg Auf der 44. Bun­des­ver­samm­lung auf der Insel Reichenau/​Diözese Frei­burg wird über den päd­ago­gi­schen und poli­ti­schen Auf­trag der DPSG dis­ku­tiert. Die Jah­res­ak­ti­on »Flin­ke Hän­de flin­ke Füße ent­de­cken Basis­ge­mein­schaf­ten: Senf­kör­ner der Hoff­nung« erbringt 142.000 DM. Die Zeit­schrift für Lei­te­rin­nen und Lei­ter »Ent­wür­fe« erscheint in einem neu­en Gesicht. Nach sie­ben Mona­ten des Umbau­ens und Reno­vie­rens wird im Bun­des­zen­trum in Wes­ter­no­he das Erho­lungs­heim „Haus unterm Kis­sel“ wie­der ein­ge­weiht. 180 DPSG-Mit­glie­der neh­men am Jam­bo­ree in Calgary/​ Kana­da teil.
1984 Burg Gemen/​ DV Münster Die 45. Bun­des­ver­samm­lung auf Burg Gemen/​Diözese Müns­ter berät über das Ver­ständ­nis pfad­fin­de­ri­scher Erzie­hung und poli­ti­schen Han­delns in der DPSG. An Pfings­ten kom­men über 4.000 Lei­te­rin­nen und Lei­ter im Bun­des­zen­trum Wes­ter­no­he zu einem bun­des­wei­ten Lei­ter­kon­gress zusam­men. In 50 Ate­liers beschäf­ti­gen sich die Teil­neh­men­den mit sozia­len, poli­ti­schen, reli­giö­sen und öko­no­mi­schen Aspek­ten der Gesell­schaft und ent­wi­ckeln Impul­se für ein zeit­ge­mä­ßes Pfad­fin­den. Die Jah­res­ak­ti­on »Flin­ke Hän­de flin­ke Füße« unter­stützt ein Saat­gut­pro­jekt in Boli­vi­en mit 725.000 DM. Die DPSG hat 110.000 Mitglieder.
1985 Untermarchtal/​ DV Rottenburg Auf der 46. Bun­des­ver­samm­lung in Untermarchtal/​Diözese Rot­ten­burg wer­den die Per­spek­ti­ven für Natur und Umwelt­schutz in der DPSG beschrie­ben. An Pfings­ten tref­fen sich über 7.500 Jung­pfad­fin­der und Jung­pfad­fin­de­rin­nen sich zum »Regenbogen«-Lager im Bun­des­zen­trum Wes­ter­no­he. In Mün­chen tagt die 30. Welt­kon­fe­renz der Pfad­fin­der­be­we­gung mit 850 Dele­gier­ten aus 118 Mit­glieds­län­dern . In Bene­dikt­beu­ren kommt der Welt­rat der Inter­na­tio­na­len Kon­fe­renz des Katho­li­schen Pfad­fin­der­tums (ICCS) zum The­ma »Frie­den durch Gerech­tig­keit: Das Pfad­fin­der­tum heu­te« zusam­men. Die Jah­res­ak­ti­on »Ein Haus für Naza­reth« unter­stützt den Bau eines Zen­trums für die katho­li­schen ara­bi­schen Pfad­fin­der und Pfad­fin­de­rin­nen und erbringt 295.000 DM.
1986 Georgmarienhütte/​ DV Osnabrück Auf der 47. Bun­des­ver­samm­lung in Georgsmarienhütte/​Diözese Osna­brück wird über das Ver­ständ­nis eines zeit­ge­mä­ßen Pfad­fin­der­tums zur Vor­be­rei­tung der Neu­fas­sung der Ord­nung des Ver­ban­des dis­ku­tiert. Ein Kan­di­dat für das Amt des Bun­des­ku­ra­ten wird nicht gefun­den. Die Jah­res­ak­tio­nen von PSG und DPSG wer­den nun für jeweils eige­ne Zwe­cke eigen­stän­dig durch­ge­führt. Die Jah­res­ak­ti­on der DPSG beginnt mit einer Sta­fet­te für das Bun­des­zen­trum Wes­ter­no­he. Vom Rand der Repu­blik wer­den die Wind­ro­sen­tei­le aus den vier Him­mels­rich­tun­gen von Stamm zu Stamm wei­ter­ge­ge­ben und in Wes­ter­no­he zusam­men­ge­führt. Die Jah­res­ak­ti­on »Unter­wegs für Wes­ter­no­he« erbringt über 382.000 DM. 350 Rover und Rover­in­nen machen sich auf den Weg nach Sant­ia­go de Com­pos­te­la. Die 48. (außer­or­dent­li­che) Bun­des­ver­samm­lung in Nürnberg/​Diözese Bam­berg dis­ku­tiert Auf­trag und Ziel eines Jugend­ver­ban­des. Anlass die­ser zusätz­li­chen Ver­samm­lung ist die Wahl des Bun­des­ku­ra­ten, die erneut nicht zustan­de kommt.

 

1987 Westernohe/​ DV Limburg Die 49. Bun­des­ver­samm­lung tagt zum ers­ten Mal auf dem Gelän­de des Bun­des­zen­trums Westernohe/​Diözese Lim­burg. Die neue Ord­nung des Ver­ban­des wird ein­stim­mig beschlos­sen. Als ers­te Frau im Bun­des­vor­stand wird Anne­gret Buch­art zur stell­ver­tre­ten­den Bun­des­vor­sit­zen­den gewählt. Der Part­ner­schafts­ver­trag mit dem boli­via­ni­schen Pfad­fin­der­ver­band (ASB) wird unter­zeich­net. Die Jah­res­ak­ti­on »Flin­ke Hän­de flin­ke Füße« unter dem Mot­to »Viva Cocha­bam­ba« erbringt 554.000 DM. An Pfings­ten kom­men 700 Lei­te­rin­nen und Lei­ter zum „Kundschafter“-Treffen im Bun­des­zen­trum Wes­ter­no­he zusam­men. 100 Mit­glie­der der DPSG neh­men am 16. Jam­bo­ree in Cata­ract-Scout-Par­k/Aus­tra­li­en teil.
1988 Schönstatt/​ DV Trier Die 50. Bun­des­ver­samm­lung in Schönstatt/​Diözese Trier berät zum The­ma »Bedingt zukunfts­fä­hig – auf den Spu­ren zu einer Kir­che als Volk Got­tes«. Ein neu­es ent­wick­lungs­po­li­ti­sches Kon­zept wird beschlos­sen. Joa­chim Mor­gen­roth wird Bun­des­ku­rat. Zum größ­ten Kon­gress der DPSG »Exo­dus« kom­men wäh­rend der Pfingst­fei­er­ta­ge 6.000 Lei­te­rin­nen und Lei­ter auf dem Gelän­de des Bun­des­zen­trums Wes­ter­no­he zusam­men. Mit der Akti­on »Flin­ke Hän­de flin­ke Füße, damit Kin­der gesund leben, welt­weit « betei­ligt sich die DPSG an ver­schie­de­nen Gesund­heits­pro­gram­men, die in Zusam­men­ar­beit mit UNICEF und dem Welt­bü­ro der Pfad­fin­der­be­we­gung in ver­schie­de­nen Län­dern durch­ge­führt wer­den. Sie erbringt 356.000 DM. Die Mit­glie­der­zahl liegt bei 112.000.
1989 Erz­ab­tei St. Ottillien/​ DV Augsburg Mit inner­kirch­li­chen Ent­wick­lun­gen beschäf­tigt sich die 51. Bun­des­ver­samm­lung in der Erz­ab­tei St. Ottilien/​Diözese Augs­burg. In einer öffent­li­chen Erklä­rung bringt die Bun­des­ver­samm­lung ihre Besorg­nis über zen­tra­lis­ti­sche und restau­ra­ti­ve Bestre­bun­gen zum Aus­druck. Der Stu­di­en­teil fin­det zum The­ma „Sozia­li­sa­ti­on und Iden­ti­täts­fin­dung von Mäd­chen und Jun­gen und zu ent­wi­ckeln­de Grund­la­gen für ein Kon­zept koedu­ka­ti­ver Grup­pen­ar­beit“ statt. In Alten­berg, dem Grün­dungs­ort des Ver­ban­des, fin­den zwei Ver­an­stal­tun­gen anläss­lich des 60jährigen Bestehens der DPSG statt: Ein Sym­po­si­um »Die DPSG in der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus« und eine »Zwi­schen-Sta­ti­on« am 8. Okto­ber. Das viel­fäl­ti­ge Enga­ge­ment für Frie­den, Gerech­tig­keit und die Bewah­rung der Schöp­fung ste­hen im Mit­tel­punkt die­ses Tages. Das Bun­des­amt zieht nach Neuss-Holz­heim um. »Flin­ke Hän­de flin­ke Füße, Avan­ti Han­di­cap­pa­ti« zur Unter­stüt­zung eines Tages­zen­trums für Men­schen mit Behin­de­rung in Nea­pel der Gemein­schaft Sant‘ Egidio erbringt 308.000 DM.
1990 Volkersberg/​ DV Würzburg Die 52. Bun­des­ver­samm­lung im Jugend­haus Volkersberg/​Diözese Würz­burg fasst das Kon­zept zur koedu­ka­ti­ven Grup­pen­ar­beit neu. Das Mit­ein­an­der von Frau­en und Män­nern im Ver­band steht auch im Vor­der­grund der von der Bun­des­ver­samm­lung beschlos­se­nen Sat­zung des Ver­ban­des, die vor allem die Pari­tät in Vor­stands­äm­tern bringt. Resi Jae­ger die ers­te gleich­be­rech­tig­te Bun­des­vor­sit­zen­de, Bene­dikt Roling neu­er Bundesvorsitzender.

Die Jah­res­ak­ti­on »Wir haben Platz im Boot. Pfad­fin­der gegen Frem­den­feind­lich­keit « fin­det zur Unter­stüt­zung des Baus eines Hau­ses für Kin­der und Jugend­li­che, die in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land Asyl suchen, statt und erwirt­schaf­tet 242.000 DM. In den regio­na­len Stu­di­en­ta­gun­gen befas­sen sich Ver­ant­wort­li­che aus Diö­zesan­lei­tun­gen mit den Her­aus­for­de­run­gen des Demo­kra­ti­sie­rungs­pro­zes­ses in der DDR und Ost-Euro­pa. Gäs­te sind Mit­glie­der der im März in Mag­de­burg gegrün­de­ten Pfad­fin­der­schaft Sankt Georg. Damit ist Mag­de­burg der ers­te Diö­ze­san­ver­band in den neu­en Bun­des­län­dern. Erfurt folgt und der Diö­ze­san­ver­band Ber­lin umfasst nun auch das Land Bran­den­burg und Tei­le Mecklenburg-Vorpommerns.

Eine vier­wö­chi­ge Mul­ti­pli­ka­to­ren­fahrt nach Rwan­da fin­det statt. Zum »Aben­teu­er Blaue Arche« tref­fen sich 500 Jung­pfad­fin­de­rin­nen und Jung­pfad­fin­der im Bun­des­zen­trum Wes­ter­no­he. Die DPSG hat 112.500 Mitglieder.

1991 Fulda/​ DV Fulda An der 53. Bun­des­ver­samm­lung in Fulda/​Diözese Ful­da neh­men zum ers­ten Mal der Vor­stand des Diö­ze­san­ver­ban­des Mag­de­burg als stimm­be­rech­tig­tes Mit­glied teil. Die Bun­des­ver­samm­lung trifft eine Rei­he frie­dens­po­li­ti­scher Aus­sa­gen. Zum neu­en Bun­des­ku­rat wird Paul Hüs­ter gewählt. 52 Mit­glie­der der DPSG neh­men am 17. Jam­bo­ree der Welt­pfad­fin­der­be­we­gung in Soraksan/​Korea teil.

Die Jah­res­ak­ti­on »Kome­ra Rwan­da. Pfad­fin­der und Pfad­fin­de­rin­nen für Kin­der­rech­te« erbringt 333.000 DM. Die DPSG macht damit auf die Situa­ti­on von Kin­dern in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und in ande­ren Län­dern der Welt auf­merk­sam. 56 Kin­der und Jugend­li­che aus Tscher­no­byl sind auf Ein­la­dung der Euro­päi­schen Regi­on der Welt­pfad­fin­der­be­we­gung Gast von vier DPSG-Stäm­men, an deren Som­mer­un­ter­neh­men sie teil­neh­men. Im Bun­des­zen­trum Wes­ter­no­he wird die von der „Pfad­fin­der­ge­nos­sen­schaft zur Nut­zung alter­na­ti­ver Ener­gien“ erwor­be­nen Wind­kraft­an­la­ge in Betrieb genommen.

1992 Kettwig/​ DV Essen Die 54. Bun­des­ver­samm­lung fin­det in Kettwig/​Diözese Essen statt. Die Jah­res­ak­ti­on »Aha­lan wa Saha­lan – für Ver­söh­nung im Liba­non« erbringt 110.000 DM. Das Geld fließt in die Arbeit des Pfad­fin­der­ver­ban­des »Scouts du Liban«; die­ser christ­li­che Ver­band hat auch mos­le­mi­sche Mit­glie­der und bekommt so die Kon­flik­te im Land haut­nah zu spü­ren. Mit Hil­fe des Jah­res­ak­ti­ons­er­lö­ses sol­len Fahr­ten und Lager und eine qua­li­fi­zier­te Aus­bil­dung der Lei­te­rin­nen und Lei­ter ermög­licht wer­den. 500 Pfad­fin­der und Pfad­fin­de­rin­nen neh­men am Katho­li­ken­tag in Dres­den »Euro­pa auf den Wie­sen« teil und orga­ni­sie­ren einen Pfad­fin­der­got­tes­dienst mit Jugend­bi­schof Leo Nowak. Die Pfad­fin­der­stu­fe lädt zum Unter­neh­men „Wil­der Som­mer“ ein. 2.000 Pfad­fin­de­rin­nen und Pfad­fin­der sind in der Bun­des­re­pu­blik unter­wegs zu neu­en Her­aus­for­de­run­gen im eige­nen Land. Zur Jah­res­wen­de tref­fen sie sich in einer still­ge­leg­ten Werks­hal­le der Glas­hüt­te in Ilmen­au (Thü­rin­gen).
1993 Höchst/​ DV Mainz Die 55. Bun­des­ver­samm­lung kommt in Höchst/​Diözese Mainz zusam­men. Der »Kin­der­gip­fel« in Wes­ter­no­he »Für eine Welt die uns gefällt« fin­det mit 1000 gewähl­ten Wöl­f­lin­gen, dar­un­ter Kin­der mit Behin­de­rung und eine mos­le­mi­sche Part­ner­pfad­fin­der­grup­pe statt. In einem Zelt­dorf ver­wal­ten sich die Kin­der selbst und stel­len ihre eige­nen Regeln für das Lager­le­ben auf. Die Jah­res­ak­ti­on »Total Nor­mal, Behin­der­te in unse­ren Grup­pen?!« erwirt­schaf­tet 276.000 DM und soll Berüh­rungs­ängs­te abbau­en. Die­sen Wunsch haben auch die Pfad­fin­der des Ver­ban­des »Junak«. Die Akti­on unter­stützt den tsche­chi­schen Pfad­fin­der­ver­band beim Auf­bau eines behin­der­ten­ge­rech­ten Pfad­fin­der­zen­trums in der Nähe von Prag und der Orga­ni­sa­ti­on von Feri­en­frei­zei­ten mit Behinderten.
1994 Bensberg/​ DV Köln 56. Bun­des­ver­samm­lung in Bensberg/​Diözese Köln. Dr. Tho­mas Lude­wig (†2015) wird zum Bun­des­vor­sit­zen­den gewählt. Die Jah­res­ak­ti­on »Welt­of­fen statt klein­ka­riert – Pfad­fin­de­rin­nen und Pfad­fin­der gegen Frem­den­hass und Gewalt! « erbringt 150.000 DM. Die DPSG for­dert dar­in den Schutz von in Deutsch­land leben­den Aus­län­de­rin­nen und Aus­län­dern. Die Akti­on finan­ziert den Auf­bau eines Inter­kul­tu­rel­len Begeg­nungs- und Bera­tungs­zen­trums in Magdeburg.
1995 Frauenberg/​ DV Passau Auf der 57. Bun­des­ver­samm­lung in Frauenberg/​Diözese Pas­sau wird Georg Dittrich zum Bun­des­ku­ra­ten gewählt. Die Jah­res­ak­ti­on »Flin­ke Hän­de flin­ke Füße« ent­fällt zu Guns­ten der Flücht­lings­hil­fe für Rwan­da. In Zusam­men­ar­beit mit der Asso­cia­ti­on des Scouts du Rwan­da (ASR) vor Ort wer­den 20 Men­schen aus Rwan­da inner­halb einer Soli­da­ri­täts­ak­ti­on in Deutsch­land auf­ge­nom­men. Spen­den­gel­der der DPSG unter­stüt­zen die Arbeit der ASR in Lagern für Flücht­lings­kin­der in Buka­vu und die Arbeit des burun­di­schen Pfad­fin­der­ver­ban­des in der Flücht­lings­be­treu­ung. Im Ver­lauf der “Soli­da­ri­täts­ak­ti­on Rwan­da” kom­men 700.000 Mark zuguns­ten des kriegs­ge­schüt­tel­ten Lan­des zusammen.

An Pfings­ten kommt es wäh­rend eines Zelt­la­gers im Bun­des­zen­trum Wes­ter­no­he zu einem Unglück wäh­rend einer Tau­zie­hak­ti­on. Zwei Wöl­f­lin­ge ster­ben an den Fol­gen des Unglück, es gibt zahl­rei­che wei­te­re Verletzte.

1996 Hardehausen/​ DV Paderborn Die 58. Bun­des­ver­samm­lung in Hardehausen/​Diözese Pader­born wählt Anne­ro­se Raith zur Bun­des­vor­sit­zen­den. Die DPSG star­tet die Kam­pa­gne “Tu es jetzt!” zum poli­ti­schen Han­deln, an der sich zahl­rei­che Grup­pen vor Ort betei­li­gen. Gesell­schafts­po­li­ti­sches Enga­ge­ment in sechs The­men­be­rei­chen ist Ziel der Lang­zeit­ak­ti­on. Die Jah­res­ak­ti­on »terre d‘avenir – Erde der Zukunft« wen­det sich den The­men welt­wei­ter Umwelt­schutz und Ent­wick­lung gegen Unge­rech­tig­keit zu, sie erbringt 123.000 DM. Part­ner der Akti­on sind der Pfad­fin­der­ver­band »Scou­tisme Bèni­nois« (Benin) sowie der Pfad­fin­der­ver­band »Asso­cia­ti­on Scou­te du Togo« (Togo). Ein bewuss­ter Umgang mit den Res­sour­cen Was­ser, Ener­gie und wei­te­re Roh­stof­fe soll geför­dert werden.
1997 Pfünz/​ DV Eichstätt Die 59. Bun­des­ver­samm­lung in Pfünz/​Diözese Eich­stätt gibt dem Bun­des­amt Sankt Georg e.V. den Auf­trag, eine Stif­tung zu grün­den. Der Lei­ter­kon­gress »Power im Park« mit 5000 Teil­neh­men­den in Duis­burg ist der Höhe­punkt der Kam­pa­gne »Tu es jetzt« zum The­ma »Poli­ti­sches Han­deln«. Die Jah­res­ak­ti­on »Arc en ciel – vie­le Far­ben machen das Leben bunt« erbringt 132.000 DM. Die Akti­on wird zusam­men mit den »Scouts du Liban« durch­ge­führt und unter­stützt den Ver­ein »Arc en ciel«, der Men­schen mit Behin­de­rung im Liba­non einen Arbeits­platz ermög­licht. Die Akti­on soll Pfad­fin­der im Liba­non und in Deutsch­land anre­gen, Men­schen mit Behin­de­rung offen im Ver­band zu begegnen
1998 Blossin/​ DV Berlin Die 60. Bun­des­ver­samm­lung in Blossin/​Diözese Ber­lin beschließt die Ein­füh­rung einer »Nament­li­chen Mit­glie­der­mel­dung. Die »Stif­tung Deut­sche Pfad­fin­der­schaft Sankt Georg« wird unter dem Mot­to »Vor­aus­den­ken, Gestal­ten, Han­deln…« gegrün­det. Zum Jah­res­wech­sel 1998/99 fah­ren über 200 Pfad­fin­de­rin­nen und Pfad­fin­der zum Jam­bo­ree nach Chi­le, Picar­quin in Chi­le. Die Akti­on »Flin­ke Hän­de flin­ke Füße, gestal­ten Zukunft für Wes­ter­no­he« schließt mit einem Ergeb­nis von 200.000 DM ab. Unter dem Mot­to »Im Bun­des­zen­trum schlägt das Herz des Ver­ban­des!« sol­len in Wes­ter­no­he Lager, Bun­des­tref­fen, inter­na­tio­na­le Begeg­nun­gen und qua­li­ta­ti­ve Lei­ter­aus­bil­dung, sowie Begeg­nung von Men­schen mit und ohne Behin­de­rung statt­fin­den. Die Akti­on soll der Erhalt des Gelän­des und der Gebäu­de als Lebens­raum vie­ler Pfad­fin­de­rin­nen und Pfad­fin­der gesi­chert wer­den, um somit die päd­ago­gi­sche Arbeit des Ver­ban­des zu ermöglichen.
1999 Regensburg/​ DV Regensburg Die 61. Bun­des­ver­samm­lung in Regensburg/​Diözese Regens­burg wählt Susan­ne Schad zur Bun­des­vor­sit­zen­den. Die Bun­des­kon­fe­renz Pfad­fin­der­stu­fe beginnt mit der Pla­nung der Akti­on »fett grün – wag das Leben!« mit dem Ziel, die Pfad­fin­der­stu­fe mehr an der Pla­nung der Stu­fen­ar­beit teil­ha­ben zu las­sen und der Stu­fe ein bun­des­wei­tes Som­mer­un­ter­neh­men zu ermög­li­chen. In der Akti­on Wöl­f­lings­Wir­bel set­zen sich Kin­der aus ganz Deutsch­land für mehr Kin­der­freund­lich­keit in ihrem Umfeld ein. Die Jah­res­ak­ti­on »Movi­da Boli­via« erwirt­schaf­tet 252.000 DM. Das von der DPSG mit­fi­nan­zier­te Natio­nal­zen­trum der boli­via­ni­schen Pfad­fin­der in Cocha­bam­ba wird durch ein Aus- und Fort­bil­dungs­in­sti­tut für Leh­re­rin­nen und Leh­rer ergänzt.
2000 Speyer/​ DV Speyer Auf der 62. Bun­des­ver­samm­lung in Speyer/​Diözese Spey­er wird Ste­phan Jent­gens zum Bun­des­vor­sit­zen­den gewählt. 3.000 Rover­in­nen und Rover fei­ern Pfings­ten in Wes­ter­no­he den Auf­takt zu »IZU­RO 2000«, dem Inter­na­tio­na­len Zukunfts­jahr der Rover­stu­fe. Den Höhe­punkt der drei­tä­gi­gen Ver­an­stal­tung bil­det die “Aus­sendung” zu inter­na­tio­na­len Begeg­nun­gen in aller Welt, zu denen die Rover im Som­mer starten.

Die Pfad­fin­der­stu­fe rich­tet im Rah­men von »fett grün« in der Frank­fur­ter Pauls­kir­che eine Voll­ver­samm­lung aus, in der 200 Jugend­li­che in der »Frank­fur­ter Erklä­rung« ihre Ein­stel­lung zum Pfad­fin­der­tum dar­le­gen. Bei der Welt­aus­stel­lung Expo und dem Katho­li­ken­tag in Han­no­ver führt die DPSG ein gro­ßes Zelt­la­ger durch. Die Jah­res­ak­ti­on »Augen auf! Stoppt Dis­kri­mi­nie­rung – Pfad­fin­de­rin­nen und Pfad­fin­der für die Gleich­stel­lung aller!« erbringt 162.000 DM und wen­det sich gegen Vor­ur­tei­le und Aus­gren­zung von Min­der­hei­ten. Der Erlös der Akti­on unter­stützt u. a. das Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­bü­ro in Bie­le­feld (ADB)

2001 Duderstadt/​DV Hildesheim Die 63. Bun­des­ver­samm­lung in Duderstadt/​Diözese Hil­des­heim beschließt den Beginn eines Pro­zes­ses zur Per­spek­tiv­ent­wick­lung des Ver­ban­des: Im Pro­zess »Update« sol­len Leit­bil­der über­ar­bei­tet und neue ent­wi­ckelt wer­den. Die Bezie­hung des Ver­ban­des zu Kir­che, Gesell­schaft, Inter­na­tio­na­li­tät und der Erzie­hung jun­ger Men­schen soll neu defi­niert wer­den. Gui­do Hügen OSB wird zum Bun­des­ku­ra­ten gewählt. Die Pfad­fin­der­stu­fe orga­ni­siert unter dem Mot­to »fett grün« 17 Som­mer­la­ger in ganz Deutsch­land, die den rei­sen­den Pfad­fin­der­trup­pen ermög­li­chen, selbst Rou­ten zu pla­nen und ver­schie­de­ne Lager zu besu­chen. Die Lager orga­ni­sie­ren Ver­an­stal­tun­gen zu den The­men aus der »Frank­fur­ter Erklä­rung«. Die Akti­on endet mit einem Gip­fel­tref­fen im Köl­ner Lager.

Die Jah­res­ak­ti­on »Under Con­struc­tion – Im Auf­bau« erwirt­schaf­tet 67.000 Euro. Im Mit­tel­punkt die­ser Akti­on steht die Behin­der­ten­ar­beit der DPSG und der Ein­satz für ein gleich­be­rech­tig­tes Mit­ein­an­der in den Grup­pen und von allen Men­schen, Tole­ranz und Offen­heit. Unter­stützt wird gemein­sam mit der Cari­tas vor Ort die »Bera­tungs­stel­le für Eltern von Kin­dern mit Behin­de­run­gen« in Kisel­jak (Bos­ni­en -Herzegowina).

2002 Aachen

/DV Aachen

Die 64. Bun­des­ver­samm­lung fin­det in Aachen/​Diözese Aachen statt. Mit Betei­li­gung von Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern aus Bezir­ken wird an einem Per­spek­tiv­pro­zess gear­bei­tet. Zukunfts­bil­dern, Träu­men, Visio­nen für die DPSG wer­den ent­wor­fen. Zur Bun­des­vor­sit­zen­den wird Chris­tia­ne Weber gewählt, die ihr Amt jedoch nicht antritt. Die 65. außer­or­dent­li­che Bun­des­ver­samm­lung in Kassel/​Diözese Ful­da wählt Ute Thei­sen zur Bun­des­vor­sit­zen­den. Die Jah­res­ak­ti­on: »Pfad zum Frie­den – für Frie­den und Gerech­tig­keit in Nah­ost« erbringt 75.000 Euro und unter­stützt die Pfad­fin­der­ver­bän­de in und um Jeru­sa­lem, damit bei den Kin­dern und Jugend­li­chen die »Sehn­sucht nach Frie­den« ansatz­wei­se gestillt wer­den kann. Im Rah­men der Jah­res­ak­ti­on gibt es eine Dele­ga­ti­ons­fahrt zu den katho­li­schen Pfad­fin­de­rin­nen und Pfad­fin­dern in Isra­el, Paläs­ti­na und Jordanien.

Die 66. Bun­des­ver­samm­lung fin­det in zwei Abschnit­ten im Mai und Juli in Westernohe/​Diözese Lim­burg statt. Sie beschließt, die Öff­nung des Ver­ban­des auch für Nicht-Chris­ten in die Ord­nung auf­zu­neh­men. Die Jah­res­ak­ti­on »Gren­zen­los 1 – Flin­ke Hän­de flin­ke Füße quer durch Deutsch­land« erwirt­schaf­tet 28.000 Euro und geht mit der Auf­for­de­rung ein­her, die öst­li­chen Bun­des­län­der zu ent­de­cken. Der Auf­bau der DPSG in den neu­en Bun­des­län­dern soll gestärkt wer­den, um Deutsch­land zusam­men­wach­sen zu las­sen. Der längs­te Hike der DPSG fin­det von Neu­müns­ter bei Kiel bis Lin­dau am Boden­see statt. In Anleh­nung an »In 80 Tagen um die Welt«, fährt die Dele­ga­ti­on 80 Sta­tio­nen an. Der Kon­gress »Up2date« im Bun­des­zen­trum Wes­ter­no­he schließt den zwei­jäh­ri­gen Pro­zes­ses »Update« ab. 3000 Lei­ter und Lei­te­rin­nen kom­men zusam­men und dis­ku­tie­ren Inhal­te zu den The­men Kir­che, Gesell­schaft, Inter­na­tio­na­les und Erzie­hung. Sie stim­men abschlie­ßend über Aspek­te der neu­ent­wi­ckel­ten Iden­ti­tät und Arbeit des Ver­ban­des ab, die in 400 Work­shops gewon­nen wer­den. So wer­den Grund­zü­ge der neu­en Ver­bands­ord­nung festgelegt.

Die neue Wind­ro­se im Bun­des­zen­trum Wes­ter­no­he wird durch Bischof Franz Kam­p­haus ein­ge­seg­net. Der Gesamt­erlös aller Jah­res­ak­tio­nen beträgt zu die­sem Zeit­punkt: mehr als 4.900.000 Euro.

2004 München/​ DV München Die 67. Bun­des­ver­samm­lung tagt in München/​Diözese Mün­chen und Frei­sing. Mehr als 6.000 Ver­bands­mit­glie­der sin­gen im Bun­des­zen­trum Wes­ter­no­he zu Pfings­ten zum Jubi­lä­um »75 Jah­re DPSG« ein Ständ­chen. Im Okto­ber fin­det in Alten­berg die offi­zi­el­le Jubi­lä­ums­fei­er statt. Inten­siv wird am Kon­zept eines gesamt­ver­band­li­chen Aus­bil­dungs­kon­zep­tes gear­bei­tet. Die Jah­res­ak­ti­on 2004/05 »Kira Rwan­da – Lie­be das Leben« fin­det gemein­sam mit der „Asso­cia­ti­on des Scouts du Rwan­da“ (ASR) statt. Der Wie­der­auf­bau des ASR in Rwan­da nach dem Völ­ker­mord 1994 sowie die Arbeit der Pfad­fin­der vor Ort in der Aids­prä­ven­ti­on wird mit der Akti­on unter­stützt. Noch immer zählt der Ver­band fast 100.0000 Mitglieder.
2005 Rot an der Rot/​ DV Rot­ten­burg- Stuttgardt Bei der 68. Bun­des­ver­samm­lung in Rot an der Rot/​Diözese Rot­ten­burg-Stutt­gart beschließt der Ver­band eine neue Ord­nung. Bewusst wer­den die pfad­fin­de­ri­schen und christ­li­chen Wur­zeln des Ver­ban­des benannt. Es wird wie­der ein Gesetz für Pfad­fin­de­rin­nen und Pfad­fin­der ein­ge­führt. Hand­lungs­fel­der für die Mit­glie­der wer­den beschrie­ben, als Enga­ge­ment­fel­der legt die Ver­samm­lung die Schwer­punk­te Öko­lo­gie, inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­täts­ar­beit und Arbeit mit Men­schen mit Behin­de­rung fest. Außer­dem wird ein neu­es gesamt­ver­band­li­ches Aus­bil­dungs­kon­zept beschlos­sen. Die Lei­tungs­zeit­schrift »ent­wür­fe« wird inhalt­lich und optisch über­ar­bei­tet, die Stu­fen­zeit­schrif­ten eben­so. Mit dem Pro­jekt »scout­mis­si­on « ist die DPSG beim Welt­ju­gend­tag 2005 in Köln prä­sent. Gemein­sam mit den Part­nern PSG und dem Inter­na­tio­na­len Katho­li­schen Mis­si­ons­werk mis­sio orga­ni­sie­ren Pfad­fin­de­rin­nen und Pfad­fin­der ein Zelt­la­ger für 7500 Pil­ge­rin­nen und Pil­ger auf den Düs­sel­dor­fer Rhein­wie­sen. Außer­dem bie­ten sie ein Begeg­nungs­zen­trum im Diö­ze­san­zen­trum Köln sowie ein Fes­ti­val auf einer Büh­ne vor dem nord­rhein-west­fä­li­schen Land­tag in Düs­sel­dorf an.

 

2006 Hei­lig­bad Heiligenstadt/​ DV Erfurt Die 69. Bun­des­ver­samm­lung tagt im Heil­bad Heiligenstadt/​Diözese Erfurt. Tobi­as Mil­ten­ber­ger wird als Bun­des­vor­sit­zen­der gewählt. Leit­bild und Inter­ven­ti­ons­fahr­plan gegen sexua­li­sier­te Gewalt wer­den ver­ab­schie­det. Aus der Koope­ra­ti­on beim Welt­ju­gend­tag mit dem Hilfs­werk mis­sio erwächst eine dau­er­haf­te Part­ner­schaft. Die Jung­pfad­fin­der­stu­fe ver­an­stal­tet ein Bun­des­la­ger in Wes­ter­no­he unter dem Titel »passwort:*b*l*a*u«. Eine Woche lang beschäf­ti­gen sich die Kin­der und ihre Lei­te­rin­nen und Lei­ter mit dem »Aben­teu­er Leben«. Das Pro­gramm des Bun­des­stu­fen­la­gers wird gemein­sam mit Jung­pfad­fin­de­rin­nen und Jung­pfad­fin­dern entwickelt.

In der Jah­res­ak­ti­on “Geschen­ke für den Frie­den” berei­tet sich auch die DPSG auf das 100-jäh­ri­ge Bestehen der Welt­pfad­fin­der­be­we­gung vor. Welt­weit schau­en Pfad­fin­de­rin­nen und Pfad­fin­der drauf, wie sich im Gro­ßen und Klei­nen für den Frie­den ein­set­zen können.

2007 Münster/​ DV Münster Auf der 70. Bun­des­ver­samm­lung in Münster/​Diözese Müns­ter wird die Arbeit der Fach­be­rei­che kon­zep­tio­nell aus­ge­ar­bei­tet. Die DPSG beschließt die Mög­lich­keit einer Mit­glie­der­initia­ti­ve sowie einen Coca-Cola-Boy­kott und strei­tet mit der Deutsch­land­ver­tre­tung des Kon­zerns über die Ein­hal­tung der Men­schen­rech­te ins­be­son­de­re in Kolum­bi­en und Indi­en. Die Soli­da­ri­täts­ak­ti­on für die 1994 vor dem Geno­zid geret­te­ten Pfad­fin­de­rin­nen und Pfad­fin­der wird been­det. Das 100-jäh­ri­ge Jubi­lä­um der Pfad­fin­der­be­we­gung fei­ert die DPSG zusam­men mit den Rin­ge-Ver­bän­den BdP, PSG und VCP unter dem Mot­to „scou­ting 100“. Dazu gibt es unter ande­rem einen gro­ßen gemein­sa­men Lei­ter­kon­gress in Ber­lin. Bun­des­prä­si­dent Horst Köh­ler lädt zum Jubi­lä­um außer­dem Pfad­fin­de­rin­nen und Pfad­fin­der aus aller Welt zu einem Zelt­la­ger und zu einer inter­na­tio­na­len Begeg­nung im Park von Schloss Bel­le­vue ein. Zum Jubi­lä­ums­jam­bo­ree fah­ren Goe­rgspfad­fin­de­rin­nen und Georgs­pfad­fin­der in den Gil­well-Park nach Eng­land und fei­ert dort mit 40.000 Jugend­li­chen vor Ort und 38 Mil­lio­nen Kin­dern und Jugend­li­chen am 1. August, als vor genau 100 Jah­ren das ers­te Pfad­fin­der­la­ger auf Brown­sea Island statt­fand, den „Scou­ting Sunrise“.

Mit der Jah­res­ak­ti­on 2007/2008 „Natür­lich Pfad­fin­den“ stellt die DPSG das The­ma Öko­lo­gie stär­ker in den Vor­der­grund. Im Zusam­men­hang die­ser Jah­res­ak­ti­on wird der Bun­des­ar­beits­kreis Öko­lo­gie gegründet.

2008 Burg Feuerstein/​ DV Bamberg Die ers­te Sinus-Jugend­mi­lieu­stu­die „U27 - Wie ticken Jugend­li­che?“ beschäf­tigt die 71. Bun­des­ver­samm­lung auf der Burg Feuerstein/​Diözese Bam­berg. Tobi­as Then nimmt die knap­pe Wahl zum Bun­des­vor­sit­zen­den nicht an. Bei der dar­auf­fol­gen­den außer­or­dent­li­chen 72. Bun­des­ver­samm­lung in Frank­furt am Main / Diö­ze­se Lim­burg wird Manu­el Rott­mann zum neu­en Bun­des­vor­sit­zen­den gewählt. Zudem wird eine Pro­jekt­stel­le zum Auf­bau von Pfad­fin­der­grup­pen in den neu­en Bun­des­län­dern beschlos­sen. Aus der Lei­ter­zei­tung „ent­wür­fe“ und den Stu­fen­zeit­schrif­ten wird die „mit­ten­drin“, die nach und nach alle Stu­fen­tei­le inte­griert. Die Wöl­f­lings­stu­fe lädt zum Bun­des­la­ger „MEU­TE­rei 2008 - Wöl­f­lin­ge am Ruder“ nach Wes­ter­no­he ein - und 2.200 Wöl­f­lin­ge fol­gen dem Ruf! Die Wöl­f­lin­ge sto­ßen bei ihrer Ent­de­ckungs­rei­se zu The­men wie „Fer­ne Län­der“, „Gerech­tig­keit“, „Mein Land“ und „Mei­ne Umwelt“ vor. Die Kin­der kön­nen an vie­len Stel­len mit­be­stim­men und mitwirken.

Über 1.300 Rover­in­nen und Rover betei­li­gen sich der­weil an dem Bun­des­un­ter­neh­men der Rover­stu­fe „rbu08“. Sie enga­gie­ren sich vor Ort und brin­gen ins­ge­samt 120 Sozi­al­pro­jek­te erfolg­reich zu Ende. Wäh­rend der Auf­takt zum rbu08 auf der Insel Fer­ro­po­lis im Schat­ten von Braun­koh­le­bag­gern beginnt, wird der erfolg­rei­che Abschluss im Bun­des­zen­trum Wes­ter­no­he gefeiert.

Die DPSG zählt kon­stant 95.000 Mitglieder.

2009 Ortenberg/​ DV Freiburg Die 73. Bun­des­ver­samm­lung in Orten­berg / Diö­ze­se Frei­burg blickt im Stu­di­en­teil unter dem Mot­to „DPSG im Wan­del, im Stamm fängt es an“ auf die Mit­glie­der­si­tua­ti­on und die Rea­li­tä­ten der Stäm­me vor Ort. Dazu sind auch Exper­tin­nen und Exper­te aus Stäm­men ein­ge­la­den. Der Pro­zess „DPSG im Wan­del“ wird beschlos­sen, um Pfad­fin­den für Alle zu ermög­li­chen. Die Fra­gen nach den Rah­men­be­din­gun­gen ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments und neu­en Zugangs­we­gen für Kin­der und Jugend­li­chen zum Pfad­fin­den ste­hen dabei im Fokus. Zudem wird eine drei­jäh­ri­ge Image- und Fund­rai­sin­gkam­pa­gne beschlos­sen. Kers­tin Fuchs wird als neue Bun­des­vor­sit­zen­de gewählt.

Die DPSG fei­ert ihr 80-jäh­ri­ges Bestehen. Den Höhe­punkt bil­det die Rom­wall­fahrt im August. Mehr als 160 Pfad­fin­de­rin­nen und Pfad­fin­der pil­gern in die Hei­li­ge Stadt. Sie knüp­fen damit an die Tra­di­ti­on der DPSG-Wall­fahr­ten von 1935, 1950 und 1962 an.

Die Jah­res­ak­ti­on „Leben ist mehr – Aben­teu­er Begeg­nung“ the­ma­ti­siert see­li­sche Behin­de­run­gen bei jun­gen Men­schen und för­dert mit den Erlö­sen die the­ra­peu­ti­sche Arbeit mit Kin­der­sol­da­ten im Kongo.

 

2010 Kett­wig / DV Essen Auf der 74. Bun­des­ver­samm­lung in Kett­wig / Diö­ze­se Essen fällt der Start­schuss für die Image- und Fund­rai­sing-Kam­pa­gne. Unter dem Mot­to „SCOU­TE DICH“ sol­len Ehe­ma­li­ge als Unter­stüt­ze­rin­nen und Unter­stüt­zer gewon­nen wer­den. Treff­punkt für Lei­te­rin­nen und Lei­ter und Ehe­ma­li­ge soll die Online-Com­mu­ni­ty „Stays​cout​.de“ wer­den. Auch sonst ist die DPSG jetzt in vie­len Sozia­len Netz­wer­ken unter­wegs, unter ande­rem auf Face­book, Twit­ter, Schue­ler- und Stu­diVZ, Flickr und You­Tube. Außer­dem erhält die inter­na­tio­na­le Arbeit eine stär­ke­re Ver­an­ke­rung in den Diö­ze­sen und es wer­den Posi­ti­ons­pa­pie­re zur Bil­dungs­ge­rech­tig­keit und der Per­so­nal­si­tua­ti­on in der katho­li­schen Kir­che ver­ab­schie­det. Hin­ter­grund: Seit lan­ger Zeit ist die DPSG nach die­ser Bun­des­ver­samm­lung ohne Bun­des­ku­ra­ten, da kein Bischof einen Kan­di­da­ten frei­stel­len wollte.

„2010 – wir haben grün“ heißt das Bun­des­un­ter­neh­men der Pfad­fin­der­stu­fe, das mit einem Auf­takt in Düs­sel­dorf star­tet. Inhalt­lich geht es um die Begeg­nung mit Migran­ten-jugend­selbst­or­ga­ni­sa­tio­nen. Ergeb­nis­se erar­bei­ten und prä­sen­tie­ren die Teil­neh­men­den auf ihrer Abschluss­ver­an­stal­tung in Berlin.

Die Jah­res­ak­ti­on „Tenemos derechos – wir sind Recht­ha­ber!“ wird gemein­sam mit den Pfad­fin­dern aus Boli­vi­en durch­ge­führt. Kin­der­rech­te sol­len welt­weit gestärkt wer­den. In Deutsch­land setzt sich die DPSG für ihre Ver­an­ke­rung im Grund­ge­setz ein.

„2010 – wir haben grün“ heißt das Bun­des­un­ter­neh­men der Pfad­fin­der­stu­fe, das mit einem Auf­takt in Düs­sel­dorf star­tet. Inhalt­lich geht es um die Begeg­nung mit Jugend­grup­pen, deren Mit­glie­der einen mul­ti­kul­tu­rel­len Hin­ter­grund haben. Ergeb­nis­se erar­bei­ten und prä­sen­tie­ren die Teil­neh­men­den in Ber­lin auf ihrer Abschlussveranstaltung.

2011 Lübeck/​ DV Hamburg

 

Die 75.Bundesversammlung in Lübeck/​Diözese Ham­burg beschließt nach einer The­sen­ab­fra­ge, an der 80% der Stam­mes­vor­stän­den teil­nah­men, im Pro­zess „DPSG im Wan­del“ fünf Zukunfts­mo­ti­ve als gesamt­ver­band­li­che Zie­le für die nächs­ten Jah­re: Ehren­amt aner­ken­nen, Sat­zung über­prü­fen, neue Leiter/​innen gewin­nen, Medi­en­prä­senz aus­bau­en, sozi­al benach­tei­lig­te Kin­der und Jugend­li­che integrieren.

Für die Arbeit mit jun­gen Men­schen mit Behin­de­rung wird der Ansatz der „Inklu­si­on“ kon­zep­tio­nell fest­ge­legt, die Initia­ti­ve zum Auf­bau eines mos­le­mi­schen koedu­ka­ti­ven Pfad­fin­de­rin­nen- und Pfad­fin­der­ver­ban­des in Deutsch­land wird von der DPSG unter­stützt. Der Ver­band dis­ku­tiert inten­siv über Spen­den­brie­fe, die im Rah­men der Image- und Fund­rai­sin­gkam­pa­gne an vie­le Mit­glied­s­haus­hal­te ver­schickt wurden.

Zum Jam­bo­ree nach Schwe­den fah­ren etwa 1100 Mit­glie­der der DPSG.

Zum 50jährigen Bestehen der Jung­pfad­fin­der­stu­fe gestal­ten unter dem Mot­to „Dei­ne Räu­me – dei­ne Träu­me“ deutsch­land­weit Jung­pfad­fin­de­rin­nen und Jung­pfad­fin­der ihren Sozi­al­raum. Im Rah­men der Jah­res­ak­ti­on „Our World – Our Chal­len­ge“ enga­giert sich der Ver­band gegen den Kli­ma­wan­del und nimmt zusam­men mit dem süd­afri­ka­ni­schen Pfad­fin­der­ver­band als Ver­tre­tung der Welt­pfad­fin­der­be­we­gung an der Welt­kli­ma­kon­fe­renz COP 17 in Dur­ban teil.

2012 Klos­ter Roggenburg/

DV Augs­burg

Die 76. Bun­des­ver­samm­lung im Klos­ter Rog­gen­burg / Diö­ze­se Augs­burg beauf­tragt die Bun­des­lei­tung sich unter dem Schlag­wort „Struk­tur­wan­del“ mit der Über­ar­bei­tung der Sat­zung zu beschäf­ti­gen. Zie­le sind bes­se­re Par­ti­zi­pa­ti­ons­mög­lich­kei­ten und einer Fle­xi­bi­li­sie­rung der Struk­tu­ren. Domi­nik Naab wird zum Bun­des­vor­sit­zen­den gewählt.

Durch die andau­ern­de Vakanz im Amt des Bun­des­ku­ra­ten dis­ku­tiert die Bun­des­ver­samm­lung des­sen Zugangs­vor­aus­set­zun­gen und dar­an fest­ge­macht das Ver­hält­nis von Pries­tern und Lai­en in der Kir­che. Sie for­dert eine „Theo­lo­gie der Ver­bän­de“. Die 77.außerordentlichen Bun­des­ver­samm­lung in Frank­furt am Main / Diö­ze­se Lim­burg öff­net nach inten­si­ver Debat­te die Zugangs­vor­aus­set­zun­gen zum Amt des Bun­des­ku­ra­ten. Nun steht das Amt Lai­en und damit auch erst­mals Frau­en offen.

Die Pro­ble­me von Kin­der- und Jugend­ar­mut in Deutsch­land wer­den in der Jah­res­ak­ti­on „akti­on 12 – Aben­teu­er mög­lich machen“ the­ma­ti­siert. Mit den Spen­den­er­lö­sen von 35.000 € wer­den u.a. Feri­en­frei­zei­ten für finan­zi­ell benach­tei­lig­te Pfad­fin­de­rin­nen und Pfad­fin­der unterstützt.

2013 Köln/​ DV Köln Die 78. Bun­des­ver­samm­lung tagt in Köln / Diö­ze­se Köln. Auf ihr wird das gesell­schaft­lich gewach­se­ne Bedürf­nis nach Betei­li­gung inten­siv auf die Mög­lich­kei­ten im Ver­band hin dis­ku­tiert. Die Mög­lich­kei­ten zur inter­net­ba­sier­ten Betei­li­gung („ePar­ti­zi­pa­ti­on“) nutzt der Ver­band für eine Dis­kus­si­on aller Lei­te­rin­nen und Lei­ter zur struk­tu­rel­len Wei­ter­ent­wick­lung des Ver­ban­des im Internet.

Dies glie­dert sich in die Jah­res­ak­ti­on „Smart Scout – Schlau im Umgang mit Medi­en“ ein, die die zuneh­men­de Digi­ta­li­sie­rung der Lebens­welt von Kin­dern und Jugend­li­chen in den Mit­tel­punkt rückt.

Die Pfad­fin­der­stu­fe star­tet die Akti­on „Grün statt Weiss“, in dem alle Pfad­fin­der­trupps Ent­wür­fe für ein neu­es Stu­fen­lo­go ein­rei­chen und die­se bewer­ten kön­nen. An Pfings­ten in Wes­ter­no­he wird das neue Stu­fen­lo­go beschlossen.

1.000 Rover­in­nen und Rover sind unter dem Mot­to rover​.DE im Som­mer in ganz Deutsch­land zu Erleb­nis­sen mit dem Zug unter­wegs und tref­fen sich zu einem gemein­sa­men Abschluss­la­ger in Nürnberg.

In Ber­lin rei­sen 500 Pfad­fin­de­rin­nen und Pfad­fin­der aus ganz Euro­pa zu den gemein­sa­men Euro­pa­kon­fe­ren­zen der Welt­pfad­fin­der­or­ga­ni­sa­ti­on WOSM und des Welt­pfad­fin­de­rin­nen­ver­ban­des WAGGGS, Gast­ge­ber sind die deut­schen Ringverbände.

2014 Westenohe/​ DV Limburg Die 79. Bun­des­ver­samm­lung tagt in Wes­ter­no­he und Ein­la­dung des DV Trier. Der Pro­zess „DPSG im Wan­del“ wird abge­schlos­sen und die wei­te­re Ent­wick­lung des Ver­ban­des in qua­li­ta­ti­ver und quan­ti­ta­ti­ver Hin­sicht dis­ku­tiert. Als Ergeb­nis wird der Pro­zess „Pfad­fin­den für alle“ ange­sto­ßen. In zwei Tei­len soll der Ver­band wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den: Die Inhal­te und Zuschnit­te der Stu­fen und Fach­be­rei­che soll reflek­tiert wer­den. Aus­ge­hend von der Erkennt­nis, dass die Lei­te­rin­nen und Lei­ter ent­schei­dend für die Anzahl der erreich­ten Kin­der und Jugend­li­chen sind, soll außer­dem die Gewin­nung, Bin­dung und Unter­stüt­zung von Lei­te­rin­nen und Lei­ter für die nächs­ten fünf Jah­re Schwer­punkt sein.

Gleich­zei­tig dis­ku­tiert die Bun­des­ver­samm­lung ers­te Ergeb­nis­se der par­ti­zi­pa­ti­ven Dis­kus­si­on zum Struk­tur­wan­del und iden­ti­fi­ziert die Schwer­punk­te, an denen wei­ter gear­bei­tet wer­den soll.

Die Jah­res­ak­ti­on „nix beson­de­res 14+ - gemein­sam stark“ wid­met sich der Inklu­si­on von Men­schen mit Behin­de­run­gen. Das Mot­to macht deut­lich, dass Men­schen mit Behin­de­run­gen „Nix beson­de­res“ im Ver­band sind.

2015 Münsterschwarzach/​ DV Würzburg Auf der 80. Bun­des­ver­samm­lung in Münsterschwarzach/​ Diö­ze­se Würz­burg wird Phil­ipp Pul­ger zum Bun­des­ku­ra­ten gewählt. Damit ist das Amt des Bun­de­ku­ra­ten seit 2010 erst­mals nicht mehr vakant. Die Ver­samm­lung beschließt die Posi­ti­on „Wir sind frem­den­freund­lich“. Der im Vor­jahr ange­sto­ße­ne Ver­bands­ent­wick­lungs­pro­zess wird unter dem Mot­to „Lili­en­pfle­ge“ weitergeführt.

Als Ergeb­nis des Pro­zes­ses „Struk­tur­wan­del“ wer­den zahl­rei­che Sat­zungs­än­de­run­gen auf der Bun­des­ver­samm­lung dis­ku­tiert. Unter ande­rem wird die pari­tä­ti­sche Beset­zung der Vor­stands­äm­ter auf Bezirks­ebe­ne gelo­ckert und eine Dele­ga­ti­on des Stimm­rechts in Ver­samm­lun­gen ermög­licht. Wegen der Fül­le der Anträ­ge wird eine zusätz­li­che Bun­des­ver­samm­lung ein­be­ru­fen. Die 81.Bundesversammlung tagt im Dezem­ber in Wes­ter­no­he. Sie beschließt, dass auch Erwach­se­ne über ihre akti­ve Zeit hin­aus in der DPSG Mit­glied sein kön­nen. Den­noch blei­ben Ange­bo­te für Kin­der und Jugend­li­che das Ziel der DPSG.

Mit der Jah­res­ak­ti­on „Gast»Freundschaft: Für Men­schen auf der Flucht“ setzt sich der Ver­band für Men­schen auf der Flucht und für ein gast­freund­li­ches Deutsch­land ein. Flücht­lin­ge wer­den aus­drück­lich ein­ge­la­den, im Ver­band mitzumachen.

Das 23rd World Scout Jam­bo­ree fin­det mit 34.000 Pfad­fin­de­rin­nen und Pfad­fin­dern aus 150 Natio­nen in Japan statt. Es neh­men etwa 400 Mit­glie­der der DPSG teil.

2016 Hardehausen/​ DV Paderborn Auf der 82.Bundesversammlung in Har­de­hau­sen /​Diözese Pader­born bleibt das Amt des Bun­des­ku­ra­ten / der Bun­des­ku­ra­tin nach dem Rück­tritt von Phil­ipp Pul­ger vakant. Die Ver­samm­lung beschließt fle­xi­ble­re Zuschnit­te der Alters­stu­fen und die Aner­ken­nung von frei­wil­li­gen Vor­grup­pen unter­halb der Wölflingsstufe.

Als Reak­ti­on auf die rechts­po­pu­lis­ti­schen Ten­den­zen in Poli­tik und Gesell­schaft beschließt die Ver­samm­lung die Posi­ti­on „Wir sind bunt – gegen die Dra­chen unse­rer Zeit“ und stellt sich aus­drück­lich gegen die rechts­po­pu­lis­ti­sche Par­tei „AfD“. Alle Mit­glie­der der DPSG wer­den auf­ge­ru­fen, sich für eine welt­of­fe­ne und tole­ran­te Gesell­schaft einzusetzen.

Mit der Jah­res­ak­ti­on „H2O16 – Was­ser zählt“ for­dert der Ver­band einen frei­en Zugang zu Was­ser als wich­tigs­te Res­sour­ce über­all auf der Welt.

2017 Mainz/​ DV Mainz Auf der 83.Bundesversammlung tagt in Mainz / Diö­ze­se Mainz wird Anna Sau­er zur Bun­des­vor­sit­zen­den gewählt. Die Ein­füh­rung von „Biber­grup­pen“ wird beschlos­sen, die Stäm­men die Mög­lich­keit gibt, bereits Kin­der ab vier Jah­ren Pfad­fin­den spie­le­risch nahe­zu­brin­gen. Die Biber­grup­pen gel­ten jedoch kei­ne eige­ne Alters­stu­fe, son­dern nur ein frei­wil­li­ges Ange­bot der Stämme.

Mit der Posi­ti­on „Pfad­fin­den ist poli­tisch“ wer­den alle Mit­glie­der dazu auf­ge­ru­fen, die Per­spek­ti­ven von jun­gen Men­schen in die anste­hen­de Bun­des­tags­wahl ein­zu­brin­gen und von ihrem Wahl­recht Gebrauch zu machen. Die Bun­des­lei­tung wird beauf­tragt, die Mög­lich­keit eines Bun­des­som­mer­la­gers zum 100jährigen Bestehen der DPSG im Jahr 2029 zu prüfen.

Im Rah­men des Pro­zes­ses „Lili­en­pfle­ge“ wer­den unter dem Mot­to „Eure Lei­ter­run­de braucht Ver­stär­kung“ Trai­ne­rin­nen und Trai­ner von Bun­des­ebe­ne aus­ge­bil­det, die Stäm­me bei der Lei­te­rin­nen- und Lei­ter­ge­win­nung unter­stüt­zen sollen.

Die Jah­res­ak­ti­on „Be a star! – Mit­ein­an­der für Euro­pa - Zjed­no­cze­ni dla Euro­py – Ensem­ble pour l’Europe“ wird gemein­sam mit pol­ni­schen und fran­zö­si­schen Pfad­fin­de­rinn­nen und Pfad­fin­dern durch­ge­führt. Der Ver­band setz sich damit für ein soli­da­ri­sches und frei­es Euro­pa ein.

2019 Hal­le an der Saale/​ DV Magdeburg Auf der 84. Bun­des­ver­samm­lung in Hal­le an der Saa­le / Diö­ze­se Mag­de­burg wird Josch­ka Hench zum Bun­des­vor­sit­zen­den und Mat­thi­as Feld­mann zum Bun­des­ku­ra­ten gewählt. Im Kon­text des Ver­bands­ent­wick­lungs­pro­zes­ses Lili­en­pfle­ge ändert die Bun­des­ver­samm­lung die Ord­nungs­tex­te und somit die Stu­fen­päd­ago­gi­ken der Alters­stu­fen. Die Ände­run­gen fol­gen auf geän­der­te Lebens­wirk­lich­kei­ten und bau­en stär­ker auf­ein­an­der auf. Der Fach­be­reich Behin­der­ten­ar­beit wird in Inklu­si­on umbe­nannt. Auf Grund­la­ge des Beschlus­ses „Lei­te­rin­nen und Lei­ter stär­ken“ der Bun­des­ver­samm­lung rich­tet der Bun­des­vor­stand das Amt der bzw. des Beauf­trag­ten für ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment ein. Diese/​r Beauf­trag­te soll sich der Unter­stüt­zung und För­de­rung der Ehren­amt­li­chen im Bun­des­ver­band wid­men. Aus den Erfah­run­gen des Bun­des­ver­bands sol­len ande­re Ebe­nen bei ähn­li­chen Schrit­ten ler­nen kön­nen. Im Rah­men des Ver­bands­ent­wick­lungs­pro­zes­ses Lili­en­pfle­ge fin­det am Wochen­en­de vom 27. April bis 1. Mai ein bun­des­wei­tes Lei­te­rin­nen- und Lei­ter­la­ger im Bun­des­zen­trum Wes­ter­no­he statt, an dem etwa 3.500 Men­schen teil­neh­men. Die Jah­res­ak­ti­on „Leben­dig. Kraft­voll. Schär­fer. Glaubs­te?“ wid­met sich dem Glau­ben und der Spi­ri­tua­li­tät als wich­ti­gem Bestand­teil der pfad­fin­de­ri­schen Identität.

Quel­le: DPSG Bundesverband